Navigationssystem für den Mond geplant
Im Rahmen der NLSI (Lunar Science Conference) hat Rongxing Li, Leiter des Mapping and Global Information Systems Laboratory der Ohio State University, das Lunar Astronaut Spatial Orientation and Information System (LASOIS) vorgestellt. Das System soll Astronauten GPS ähnlich den Weg auf dem Mond weisen.
Die dazu benötigten Karten sollen aus Aufnahmen des Mondes aus dem Orbit, sowie Bildern der Oberfläche erstellt werden. Um die Position von Fahrzeugen und Astronauten auf dem Mond zu bestimmen, kommen allerdings keine Satelliten zum Einsatz sondern mitgeführte Bewegungssensoren.
Die Signalübertragung für das Navigationssystem, das Astronauten ein ähnliches Bild ihrer Umgebung liefern soll, wie GPS-Systeme in Fahrzeugen auf der Erde, erfolgt durch das Mondlandemodul sowie geplante Basis- und Signalstationen.
Mit LASOIS soll die Ortung bestimmter Missionsziele erleichtert werden. So seien bei früheren Mondlandungen z.B. bestimmte Krater aufgrund schwierigen Geländes oft nur um wenige Meter verfehlt worden. „Sie waren ganz nah, mussten aus Sicherheitsgründen aber umkehren“, meinte Li.
Rongxing Li bringt in das, von der NASA mit 1,2 Mio. Dollar geförderte, Projekt seine Erfahrung ein, die er während der Entwicklung einer Navigationssoftware für die beiden Mars-Rover Spirit und Oportunity machen konnte.
Innerhalb von drei Jahren soll das Projekt LASOIS so weit sein, dass die NASA es weiterverwerten kann. Geplant ist, einen Prototyp zu entwickeln und diesen in der Mojave-Wüste zu testen. Spätestens 2020 soll das System dann bei der nächsten Mondlandung der NASA zum Einsatz kommen.
