Satelliten am Ende: GPS-Engpässe ab 2010 möglich
2010 erreicht die erste Generation an GPS-Satelliten das Ende ihrer Lebensdauer, berichtet die ORF-Futurezone. Das gehe aus einem Bericht des US-Rechnungshofs (Pdf) hervor. Noch ist unklar, ob die zuständige Air Force rechtzeitig neue Satelliten besorgen kann, um die Versorgung aufrecht zu erhalten. "Wenn nicht, könnte das sowohl militärische Operationen wie zivile Benutzer beeinträchtigen", zitiert die Futurezone aus dem Bericht.
Das Gesamt Global Positioning System wird dann allerdings nicht betroffen sein, da noch diesen November die ersten Satelliten der nächsten Generation ins All entlassen werden. Um Ausfälle gänzlich ausschließen zu können, wären allerdings weitere Satelliten notwendig. Das Problem: Das Budget wurde bereits um 870 Millionen Dollar überschritten.
Europa und China mit eigenen Systemen
Auch das europäische Projekt Galileo wird erst 2013 in Betrieb gehen. Die EU will bis dahin 30 Navigationssatelliten ins All schicken. 2008 wurde bereits eine erste Testphase mit einem Satelliten durchgeführt - bis 2010 sollen noch vier weitere Test-Satelliten eingesetzt werden. Aber auch die EU hat die Kosten des Projekts unterschätzt. Im März wurde bekannt, dass bereits die Entwicklungsphase rund 380 Millionen mehr gekostet hat, als vorgesehen. Auch China plant ein eigenes GPS-Angebot.
Eine der größten Herausforderungen wird es laut Rechnungshofbericht also sein, alle Systeme unter einen Hut zu bringen. Das Problem ist die Synchronizität der unterschiedlichen Systeme, die durch eine gemeinsame Zeitgebung gwährleitet wäre, auf die man sich allerdings noch nicht geeinigt habe, heißt es in dem Bericht.
