GPS will im Tunnel wenden
Die Polizisten in Göschenen glaubten ihren Ohren nicht zu trauen. In der vergangenen Woche gaben gleich zwei Verkehrssünder zu Protokoll, sie hätten im Gotthardtunnel gewendet, weil es ihnen ihr Navigationsgerät so empfohlen habe. Der Gotthardtunnel verfügt über zwei Fahrbahnen, die mit einer doppelten, durchgezogenen Linie getrennt sind, welche zu überfahren absolut verboten ist. Bei der Ausfahrt aus dem Tunnel wurden die beiden dann auch sofort geschnappt. Sie müssen mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.
Abgelegene Routen
Man geht davon aus, dass inzwischen mindestens jedes vierte Auto auf Schweizer Strassen mit Hilfe einer Satelllitensteuerung unterwegs ist. Sind vor allem Transitreisende früher stoisch an den Hauptachsen geklebt, aus Angst sich irgendwo in der wilden Gebirgswelt der Schweiz zu verfahren, getrauen sich dank des Navigationsgerätes nun auch Ortsfremde immer öfter auf abgelegene Routen.
Zuweilen geschieht dies nicht ganz freiwillig, wenn sie etwa über einen neueren Gerätetyp verfügen, der bei Verkehrsstörungen selbständig auf Ausweichstrecken lenkt. Dies führt im besten Fall zum Kennenlernen ganz neuer Ansichten der Schweiz und mag vielleicht sogar zu der einen oder anderen netten Begegnung oder Entdeckung führen. Wenn jedoch etwas schief geht, sei es durch menschliche oder technische Fehlleistung, kann es problematisch werden.
