GPS Eingabefehler führt zum Dorfbeschuß
Das Waldviertel gilt ja eher als ein idyllisches, jedenfalls weitgehend ruhiges Eck Österreichs. Kaum Industrie, wenig Verkehr, irgendwie scheint die Zeit auf eine fast sympathische Art stehen geblieben. Apropos Zeit stehen geblieben: Lediglich das Bundesheer stört hier mit seinem teilweise nicht eben allerallerneuesten Gerät bei Allentsteig dann und wann die Stille. Die Bevölkerung trägt ihr Schicksal mit Fassung. Sie lebt seit Jahrzehnten mit und wirtschaftlich zu einem Gutteil vom Truppenübungsplatz.
Seit dem Granatenbeschuss des Ortes am Mittwochabend jedoch ist es aus mit der Beschaulichkeit. Sogar Verteidigungsminister Norbert Darabos reist an, um den Schaden zu begutachten und eine „rasche, lückenlose Aufklärung“ des Vorfalls anzuordnen. Der Verdacht liegt nahe: Durch eine fehlerhafte GPS Eingabe wurde als Ziel statt dem Truppenübungsplatz ein Dorf beschossen. Zum Glück war bis auf eine Katze niemand in Reichweite. Schäden: Eine Reihe von Häuser sind leicht bis stark beschädigt und die Unglückskatze erhielt einen Bauchverband.
